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Bei einem internationalen Festival trat das Philharmonische Orchester Győr auf

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Beim Abschlusskonzert des Herbstgold-Festivals, am 26. September musizierte das Philharmonische Orchester Győr gemeinsam mit den beiden Weltstars, Julian Rachlin und Alexander Malofeev im Haydnsaal des Schlosses Esterházy in Eisenstadt. Zum Abschluss des renommierten internationalen Festivals wurden die Werke von Franz Liszt und Tschaikowski mit großem Erfolg gespielt.

Geboren in Litauen, aufgewachsen in Wien, arbeitete der Violinist und Dirigent Julian Rachlin in den letzten Jahrzehnten mit renommierten Orchestern überall der Welt. Sowohl als Solist als auch als Dirigent trat er regelmäßig mit den führenden Ensembles der internationalen Konzertszene auf, und sein künstlerisches Schaffen umfasste zahlreiche Bereiche, von der Kammermusik über das symphonische Repertoire bis hin zur Organisation von Festivals. Als Intendant des Herbstgold-Festivals bemüht er sich seit 2021 gemeinsam mit seinem Team darum, jedes Jahr ein hochkarätiges Programm und besondere Konzerte zu gestalten, um die Künstler*innen und das internationale Publikum zu begeistern.

Die Vorbereitungen für das diesjährige Abschlusskonzerts haben am 21. September in Győr begonnen. Laut Rachlin braucht ein Orchester stets jene Neugier und Offenheit, die neue musikalische Verbindungen, Erfahrungen und Interpretationen hervorbringt. „Schon bei der ersten Probe wurde ich von einer inspirierenden Atmosphäre empfangen. Das Orchester ist äußerst flexibel und zeichnet sich durch große Neugier, Engagement und den ständigen Willen zur Weiterentwicklung aus“, sagte Julian Rachlin über die Zusammenarbeit mit dem Philharmonischen Orchester Győr.

Der Künstler war der Ansicht, dass der Dirigent und das Orchester durch gegenseitiges Zuhören jene gemeinsame musikalische Sprache gefunden hätten, die die Aufführung schließlich zu einer einheitlichen Darbietung geformt habe. „Jedes Orchester erwartet vom Dirigenten, dass er klare Vorstellungen hat, denn auch Tschaikowskys Sechste Sinfonie, die auf unserem Programm steht, lässt sich auf unzählige Arten aufführen. Es gibt nicht die eine richtige Lösung. Jeder Dirigent hat eine andere Herangehensweise, aber ebenso zeichnet sich jedes Orchester durch einen eigenen Klang und Stil aus. Das Wesentliche ist, einander zuzuhören, aufeinander einzugehen und eine gemeinsame Sprache zu finden.“

Der Ort des Herbstgold-Festivals war selbst ein besonderer musikalischer Treffpunkt. Der Haydnsaal des Esterházy-Schlosses ist Teil des historischen Gebäudekomplexes, wo Joseph Haydn mehr als vier Jahrzehnten lang arbeitete. Eine der Besonderheiten des Festivals bestand gerade darin, dass es das historische Erbe mit zeitgenössischen, internationalen musikalischen Begegnungen verband.

Das Festival hat mittlerweile ein wahrhaft internationales Publikum angezogen. Besucher kamen aus Burgenland, aus Eisenstadt und Umgebung, aus Ungarn und aus Wien, aber auch aus den Vereinigten Staaten, Italien, zahlreichen europäischen Ländern und Asien reisten regelmäßig Gäste ein, die speziell wegen der „Herbstgold“-Veranstaltungen kamen. Laut Rachlin trug neben dem hohen künstlerischen Niveau auch die besondere Atmosphäre zur Anziehungskraft des Festivals bei: Die Musik, der historische Veranstaltungsort sowie das Zusammentreffen von Künstlern und Publikum bildeten eine einzigartige Einheit.

Das Abschlusskonzert am 26. September wurde mit Franz Liszts Ungarische Rhapsodie Nr. 2 eröffnet. Dieses Werk hat eine symbolische Bedeutung, da Franz Liszt selbst als Kind im Schloss Esterházy zu Gast war und auch dort musizierte.

Anschließend wurde Tschaikowskis berühmtes Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll aufgeführt, dessen Solist der 2001 geborene Pianist Alexander Malofeev war. Der junge Pianist ist im internationalen Konzertleben gefragt, trat in zahlreichen renommierten Konzertsälen weltweit auf. Julian Rachlin und Alexander Malofeev haben bereits zuvor zusammengearbeitet; zuletzt traten sie vor einigen Monaten gemeinsam auf.

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Im zweiten Teil des Konzertes erklang Tschaikowskis Sinfonie Nr. 6 h-Moll „Pathétique“. Die intensive, persönliche Klangwelt dieses Werks bildete einen würdigen Abschluss des diesjährigen Festivals und fügte sich nahtlos in das künstlerische Konzept von „Herbstgold“ ein.

Für das Philharmonische Orchester Győr war das erfolgreiche Abschlusskonzert des Festivals ein weiterer wichtiger Meilenstein seiner internationalen Präsenz, die zu einem immer bedeutenderen Bestandteil der künstlerischen Arbeit des Orchesters geworden ist. Intendant Géza Fűke wies darauf hin, dass das Orchester, das auf eine mehr als anderthalb Jahrhunderte alte musikalische Tradition in Győr zurückblickt, die ungarische Musikkultur heute nicht nur in Győr und der Region, sondern auch auf renommierten nationalen und internationalen Bühnen vertritt. Mit der Stadt sind die Namen legendärer, weltweit bekannter Dirigenten wie Arthur Nikisch und Hans Richter verbunden, während das Orchester in den vergangenen Jahrzehnten mit zahlreichen Solisten und Ensembles von internationalem Rang zusammengearbeitet hat.

Der Auftritt am 26. September in Eisenstadt ermöglichte all dies in einem besonderen historischen Rahmen. Im Haydnsaal, in dem das Erbe von Joseph Haydn bis heute präsent ist, trat das Philharmonische Orchester Győr – also das „West Hungarian Philharmonic Orchestra Győr“ – in Begleitung von Julian Rachlin und Alexander Malofeev vor dem internationalen Publikum des Herbstgold-Festivals auf.

Text/Foto: Philharmonisches Orchester Győr

 

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